Z51.83G – Forum Substitutionspraxis Ausgabe 15

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Z51.83G – Forum Substitutionspraxis

Monatsrundbrief                 Ausgabe 15, 11. April 2018

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger steuert geradewegs in die Krise. In einigen Landesteilen darf bereits seit längerem eine Unterversorgung festgestellt werden. Eine freie Arztwahl besteht mancherorts nicht, die PatientInnen können froh sein, überhaupt eine Praxis oder Ambulanz zu finden - auf dem Lande wie auch in Großstädten: Beispiele aus Berlin und Solingen (mehr Lokalberichte unter: Versorgungspraxis -> National):
 
Berlin. Berliner Praxis „Patrida“: Heroin auf Rezept für Suchtkranke
„Dr. Peschel hat mir das Leben gerettet.“ Was nach Pathos klingt, meint Thomas ernst. Der 57-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren heroinabhängig. In der Berliner Praxis „Patrida“, die der Psychiater Thomas Peschel vor fünf Jahren eröffnet hat, bekommt er zwei Mal am Tag Diamorphin auf Rezept - reines Heroin. Bis heute ist die Praxis die einzige ihrer Art in der Hauptstadt, obwohl der Bedarf größer wäre. (Berliner Kurier, 21.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/versorgungspraxis/national/10595-berlin-berliner-praxis-patrida-heroin-auf-rezept-fuer-suchtkranke
 
Solingen. Tragische Sucht: Methadon ist die Rettung für 300 süchtige Solinger
Die eigentliche Heroinsucht ist nur ein Teil des Drogenproblems. Beschaffungskriminalität, Begleitkrankheiten wie Hepatitis C oder das Abrutschen in die Dealer-Tätigkeit sind oftmals weitere Teile der tragischen Sucht nach harten Drogen. 600 Menschen in Solingen sind von Heroin abhängig. Für etwa 300 von ihnen gibt es eine Chance, aus dem Teufelskreis zu entkommen. Sie nehmen an einem Methadon-Programm teil. (Solinger Tageblatt, 16.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/versorgungspraxis/national/10543-solingen-tragische-sucht-methadon-ist-die-rettung-fuer-300-suechtige-solinger
 
Vor 30 Jahren erlaubte Nordrhein-Westfalens damaliger Gesundheitsminister Hermann Heinemann (SPD) die Eröffnung der ersten Substitutionsambulanzen. Ein Besuch in der Ambulanz der Bochumer Krisenhilfe.
15 Milliliter, jeden Tag
Bochum. Seit 29 Jahren nimmt Roland Beinhard Methadon. Es stillt seinen Hunger nach Heroin. Kaum einer macht das länger als er. Vor 30 Jahren begann die Drogenersatztherapie in Deutschland. (Die Tageszeitung, 31.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/versorgungspraxis/national/10814-15-milliliter-jeden-tag

Die Bundesapothekerkammer hat die Mustervereinbarung zwischen Apotheken und Praxen/Ambulanzen für die Sichteinnahme von Substituten in der Apotheke überarbeitet. Die erste Version - ein Schnellschuss kurz vor Inkrafttreten des neuen Substitutionsrechts - war ohne Absprache mit der substituierenden Ärzteschaft und ihren Berufsverbänden zustande gekommen. Auch die überarbeitete Version vom 28.03.2018 ist ohne Diskussion mit der Ärzteschaft formuliert worden. Einige Abschnitten sind praxisnäher, andere bleiben fragwürdig. Aber erneut heißt es unter Punkt 11.: „Die Apotheke erhält pro Vergabe eine Vergütung in Höhe von ___________ Euro zzgl. USt.
Die Rechnungsstellung erfolgt zum Monatsende /Quartalsende*“.
Dass die Apotheken für die Abgabe von Opioidsubstituten unter Sicht honoriert werden sollten, steht außer Zweifel. Aber das ist eine immer noch ungelöste Frage, die mit dem GBA-Bewertungsausschuss, der KBV und den Krankenkassen zu diskutieren ist. Denkbar wäre auch, gemeinsam mit der substituierenden Ärzteschaft vorzugehen. Sich das Honorar bei der Ärzteschaft holen zu wollen, die mit der Sichtvergabe in Apotheken gerade auf das Abgabehonorar in Praxen/Ambulanzen verzichtet, ist dreist. Immerhin: Das *Sternchen bedeutet, dass dieser Abschnitt auch gestrichen werden kann.
ABDA. Mustervereinbarung zur Überlassung von Substitutionsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch (Sichtbezug) im Rahmen der Opioidsubstitution in der Apotheke (Arbeitshilfe der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung / FORMBLATT)
Stand der Revision: 28.03.2018
https://www.forum-substitutionspraxis.de/recht-gesetz/gesetze-verordnungen/11218-abda-mustervereinbarung-zur-ueberlassung-von-substitutionsmitteln-zum-unmittelbaren-verbrauch-sichtbezug-im-rahmen-der-opioidsubstitution-in-der-apotheke-arbeitshilfe-der-bundesapothekerkammer-zur-qualitaetssicherung-formblatt 

Das neue Substitutionsrecht: Nicht mehr mit einem Bein im Gefängnis aber wie sichern wir jetzt die Versorgung vor Ort?
„Endlich stehen wir nicht mehr mit einem Bein im Gefängnis! 25 Jahre musste hierzulande die medikamentengestützte Behandlung Opioidabhängiger unter rechtlichen Bedingungen ausgeübt werden, die bereits 1992 mitnichten internationalen Erfahrungen und Evidenzen entsprachen.
Das ist vorbei. Und PatientInnen wie Ärzteschaft entdecken seit Oktober vorigen Jahres, wie hilfreich der reformierte rechtliche wie fachliche Rahmen für die Behandlung sein kann.
Diese Flexibilisierung kommt allerdings 5-10 Jahre zu spät, um kurzfristig die strukturelle Krise der Substitutionsbehandlung lösen zu können. Bundesweit deuten alle Zahlen darauf hin, dass die ärztliche Behandlung eines Drittels der aktuellen SubstitutionspatientInnen ab 2021/22 in Gefahr ist.“ (Sanofi – Parlamentarischer Abend 2018, Berlin, 14.3.2018, Vortrag von Hans-Günter Meyer-Thompson, Redakteur forum-substitutionspraxis.de)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/versorgungspraxis/national/10453-das-neue-substitutionsrecht-nicht-mehr-mit-einem-bein-im-gefaengnis-aber-wie-sichern-wir-jetzt-die-versorgung-vor-ort
 
Das norwegische Knowledge Centre for the Health Services hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen die ärztlich verordnete Einnahme von Benzodiazepinen in der Opioidsubtitutionsbehandlung hat. Ergebnis: „After a systematic literature search we did not find any studies that could answer this question. Experimental studies with controlled use of benzodiazepines are needed to elucidate the effects and consequences of taking benzodiazepines during opioid maintenance treatment.“
The Effects of Concurrent Prescription of Benzodiazepines for People Undergoing Opioid Maintenance Treatment: Systematic Review [Internet].
Ding KY, Mosdøl A, Hov L, Staumann GH, Vist GE.
Oslo, Norway: Knowledge Centre for the Health Services at The Norwegian Institute of Public Health (NIPH); 2016 Dec 23.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/benzodiazepine/10917-the-effects-of-concurrent-prescription-of-benzodiazepines-for-people-undergoing-opioid-maintenance-treatment-systematic-review-internet
 
Eine internationale Autorengruppe, unter ihnen Dr. Matthias Luderer aus dem Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, hat sich mit dem Krankheitsbild ADHS bei Patienten mit einer Substanzstörung beschäftigt.
International Consensus Statement on Screening, Diagnosis and Treatment of Substance Use Disorder Patients with Comorbid Attention Deficit/Hyperactivity Disorder.
Crunelle CL, van den Brink W, Moggi F, Konstenius M, Franck J, Levin FR, van de Glind G, Demetrovics Z, Coetzee C, Luderer M, Schellekens A; ICASA consensus group, Matthys F.
Eur Addict Res. 2018;24(1):43-51. doi: 10.1159/000487767.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/11117-international-consensus-statement-on-screening-diagnosis-and-treatment-of-substance-use-disorder-patients-with-comorbid-attention-deficit-hyperactivity-disorder
 
Laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung, die sich auf den wissenschaftlichen Dienst der AOK beruft, lag Lyrica® (Pregabalin) im Jahr 2016 nach Nettokosten auf Rang 32 der umsatzstärksten Arzneimittel. Peter Flüchter, Chefarzt des Suchtmedizinischen Zentrums des Ameos-Klinikums Osnabrück, erläutert im Interview, warum in seiner Klinik bei vorbekannter Suchterkrankung kein Pregabalin angesetzt wird.
Warum das Suchtpotenzial von Lyrica® unterschätzt wird
Osnabrück. Die Schmerzmittel Lyrica® und Oxycodon haben hohes Suchtpotenzial und sind offenbar in der Osnabrücker Drogenszene leicht zu bekommen. In den USA hat Präsident Donald Trump wegen der Opiodepidemie bereits den Gesundheitsnotstand erklärt. Was macht die Medikamente so gefährlich? Das erklärt Peter Flüchter, Chefarzt des Suchtmedizinischen Zentrums des Ameos-Klinikums Osnabrück. (Neue Osnabrücker Zeitung, 10.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/gabapentinoide/10930-warum-das-suchtpotenzial-von-lyrica-unterschaetzt-wir
 
Warum treten bei Methadon-Substituierten vermehrt apnoeische Phasen im Schlaf auf?
Respiratory Variability during Sleep in Methadone Maintenance Treatment Patients.
Nguyen CD, Kim JW, Grunstein RR, Thamrin C, Wang D.
J Clin Sleep Med. 2016 Apr 15;12(4):607-16. doi: 10.5664/jcsm.5702.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substitutionsmittel/methadon/methadon-zur-substitution/10798-respiratory-variability-during-sleep-in-methadone-maintenance-treatment-patients
 
Loretta Finnigan ist die Pionierin der Behandlung Neugeborener, deren Mütter opioidabhängig sind. Das gleichnamige Finnegan Neonatal Abstinence Scoring System (FNASS)  geht auf ihre Beschreibung der neonatalen Opioidentzugszeichen zurück. Zur Ruhe setzen kann sie sich gerade nicht.
The Epidemic of Neonatal Abstinence Syndrome, Historical References of Its' Origins, Assessment, and Management.
Gomez-Pomar E, Finnegan LP.
Front Pediatr. 2018 Feb 22;6:33. doi: 10.3389/fped.2018.00033. eCollection 2018. Review.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/nas-neonatales-abstinenzsyndrom/10830-the-epidemic-of-neonatal-abstinence-syndrome-historical-references-of-its-origins-assessment-and-management
 
Die kombinierte Opioid-Heroin-Fentanyl-Krise wird die Ärzteschaft in den Vereinigten Staaten noch lange beschäftigen:
USA. AMA – American Medical Association Themenseite: End the Epidemic
https://www.forum-substitutionspraxis.de/newpolitik/international/10803-usa-ama-american-medical-association-themenseite-end-the-epidemic
 
Der Anteil behandelter HCV-Infizierter in der Gruppe der Opioidsubstituierten bleibt weiterhin gering. Die Hepatitis-C-Koryphäen des Landes kommen zu dem Ergebnis: „Data from this real-world registry show SVR12 rates close to those obtained in clinical studies. (...) Virological response in the OST group was non-inferior to that in patients without OST.“
Treatment of hepatitis C genotype 1 infection in Germany: effectiveness and safety of antiviral treatment in a real-world setting.
Höner Zu Siederdissen C, Buggisch P, Böker K, Schott E, Klinker H, Pathil A, Pfeiffer-Vornkahl H, Berg T, Sarrazin C, Hüppe D, Manns MP, Mauss S.
United European Gastroenterol J. 2018 Mar;6(2):213-224. doi: 10.1177/2050640617716607.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/hepatitiden/11008-treatment-of-hepatitis-c-genotype-1-infection-in-germany-effectiveness-and-safety-of-antiviral-treatment-in-a-real-world-setting
 
Fentanyl-Beimischungen im Straßenheroin haben Frankfurt am Main erreicht.
Frankfurt/Main. Stefan Majer präsentiert bundesweit einmaliges Drogen-Monitoring in Frankfurter Konsumräumen
Die Stadt Frankfurt hat ein systematisches Drogen-Monitoring in den drei Konsumräumen in Frankfurt gestartet.
In einem bundesweit einmaligen Projekt werden Rückstände aus Drogenverpackungen und Spritzenfiltern regelmäßig von Wissenschaftlern der Uni Freiburg auf Reinheitsgehalt, Beimischungen und sonstige Auffälligkeiten hin analysiert. Unter großer Medienaufmerksamkeit stellte Stefan Majer, Dezernent für Gesundheit und Personal, am Montag, 19. März, gemeinsam mit Professor Volker Auwärter, Forensischer Toxikologe am Institut für Rechtsmedizin der Uni Freiburg, und Regina Ernst, Leiterin des Drogenreferates, das bundesweit einmalige Monitoring und die Ergebnisse aus den bislang mehr als 400 Analysen vor.
(...) Auffallend war, dass mit durchschnittlich 9 Prozent der Reinheitsgehalt bei Heroin deutlich geringer ist als erwartet, während bei Kokain vom Frankfurter Straßenhandel mit durchschnittlich 70 Prozent der Reinheitsgehalt über dem europäischen Durchschnitt liegt.
Aufhorchen ließ, dass an zwei Verpackungen Anhaftungen des synthetischen Opioids Fentanyl gefunden wurden, wie Regina Ernst betont: „Fentanyl spielte 2017 bei mindestens drei Frankfurter Drogentoten eine Rolle. Fentanyl sei so unberechenbar und damit gefährlich, da es 120 mal stärker sei als Heroin und sich deshalb nur schwer dosieren lasse. (frankfurt.de, 20.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/konsumraeme/10602-frankfurt-main-stefan-majer-praesentiert-bundesweit-einmaliges-drogen-monitoring-in-frankfurter-konsumraeumen
 
Auch in der Hauptstadt wird über „drug-checking“ diskutiert.
Berlin. Debatte um Drogentote: Wie Berliner Clubs mit Drogen umgehen könnten
Cannabis, Amphetamine, Kokain: Drogen sind im Nachtleben weitverbreitet. Betreiber, Politiker und Feiernde fordern nun Qualitätskontrollen. Die Polizei sagt: interessanter Ansatz. (Der Tagesspiegel, 23.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/news/national/11029-berlin-debatte-um-drogentote-wie-berliner-clubs-mit-drogen-umgehen-koennten
 
Mehrere tausend Opiumkonsumenten in der Islamischen Republik Iran erlitten 2016-2017 Bleivergiftungen durch kontaminiertes Opium. Das Bulletin der WHO warnt deshalb: „Lead-contaminated opium and heroin that has transited through the Iranian markets is a global risk and highlights a need for better monitoring of illegal drug supplies.“
Lead poisoning outbreak among opium users in the Islamic Republic of Iran, 2016-2017.
Ghane T, Zamani N, Hassanian-Moghaddam H, Beyrami A, Noroozi A.
Bull World Health Organ. 2018 Mar 1;96(3):165-172. doi: 10.2471/BLT.17.196287.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/10976-lead-poisoning-outbreak-among-opium-users-in-the-islamic-republic-of-iran-2016-2017
 
Karlsruhe. Der Bürgermeister von Karlsruhe ist Sozialdemokrat, der Justizminister  Baden-Württembergs ist Christdemokrat und das Gesundheitsministerium führt eine Grüne. Das riecht nach Streit.
Karlsruhe will im April über ersten Drogenkonsumraum entscheiden
Karlsruhe – Der Karlsruher Gemeinderat wird voraussichtlich am 24. April über den landesweit ersten Drogenkonsumraum beraten. Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) will in seiner Stadt eine Anlaufstelle schaffen, in der schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen einnehmen können. (aerzteblatt.de, 04.04.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/konsumraeme/11032-karlsruhe-will-im-april-ueber-ersten-drogenkonsumraum-entscheiden
 
Der Chefarzt Psychiatrie des Züricher ARUD Zentrums für Suchtmedizin (arud.ch), Thilo Beck, im Interview mit Swisscom/bluewin.
Schweiz. Suchtmediziner Thilo Beck: «Ich bin für die Legalisierung von Kokain»
Psychiater Thilo Beck betreut in Zürich Drogensüchtige. Er setzt sich gegen die Stigmatisierung von Abhängigen ein und fordert die Regulierung aller psychoaktiven Substanzen. Ein Interview. (Swisscom/bluewin, Schweiz, 13.03.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/newpolitik/international/11049-schweiz-suchtmediziner-thilo-beck-ich-bin-fuer-die-legalisierung-von-kokain
 
Warum sind Crack-Raucher manchmal so zappelig?
Cracking the Crack Dance: A Case Report on Cocaine-induced Choreoathetosis.
Narula N, Siddiqui F, Katyal N, Krishnan N, Chalhoub M.
Cureus. 2017 Dec 22;9(12):e1981. doi: 10.7759/cureus.1981.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/11111-cracking-the-crack-dance-a-case-report-on-cocaine-induced-choreoathetosis
 
Auch Hanfkonsumenten können ziemlich unangenehm werden in Notfallaufnahmen, zumal, wenn sie auch noch Alkohol getrunken haben, hat man in Bern festgestellt.
Psychoactive substances and violent offences: A retrospective analysis of presentations to an urban emergency department in Switzerland.
Liakoni E, Gartwyl F, Ricklin M, Exadaktylos AK, Krähenbühl S (2018)
PLoS ONE 13(3): e0195234. doi.org/10.1371/journal.pone.0195234
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/11115-psychoactive-substances-and-violent-offences-a-retrospective-analysis-of-presentations-to-an-urban-emergency-department-in-switzerland
 
„Der Großteil der Mitarbeitenden im sozialen Sektor ist weiblich, allerdings die Besetzung der Leitungspositionen eher männlich dominiert.“
„Frauen… der Sozialen Arbeit und Suchthilfe"
Befassen wir uns in der Sozialen Arbeit bzw. in der Suchthilfe mit dem Thema „Gender“, muss man drei Perspektiven in den Blick nehmen: die der Mitarbeitenden, die der Führungsebene und die der Personengruppe, für die wir Hilfsangebote vorhalten.
Dabei erhält man den Eindruck, dass es tatsächlich geschlechtsspezifische Unterschiede gibt: Der Großteil der Mitarbeitenden im sozialen Sektor ist weiblich, allerdings die Besetzung der Leitungspositionen eher männlich dominiert.
Vor diesem Hintergrund gehen wir der Fragen nach, ob und wenn ja, warum dies so ist.
Gleichzeitig betrachten wir frauenspezifische Angebote in der Suchthilfe und lassen eine betroffene Frau mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen. (PARTNERschaftlich Infodienst 01/18, Hrsg.: Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (GVS) – Fachverband der Diakonie Deutschland, März 2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/verschiedenes/10755-frauen-der-sozialen-arbeit-und-suchthilfe
 
Auf drei überregionale Kongresse bzw. Symposien sei noch hingewiesen:
Berlin: Kolloquium im Gedenken an Chaim Jellinek, 17.Mai 2018
https://www.akademie-oegw.de/programm/fortbildungsangebot/s-sozialpsychiatrie/termine/2018/05/17/event/tx_cal_phpicalendar/bedingungen-der-moeglichkeit-fuer-die-zukunft-der-integrierten-versorgung-gesundheitlich-besonders-b.html
Hamburg: 23. Suchttherapietage, 22. bis 25.Mai 2018
http://www.suchttherapietage.de/23-suchttherapietage-in-hamburg-2018/
München: 19. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin, 05. bis 07.Juli 2018
http://www.sv-veranstaltungen.de/fachbereiche/suchtkongress-2018/
 
Zum Schluss: Besonderes Interesse auf diesen Seiten fand in den zurückliegenden Monaten die Debatte in ADDICTION zu Substanzabhängigkeit und Euthanasie in den Niederlanden. Die Zusammenstellung der Texte können Sie aufrufen mit „euthan“ im Suchfeld von forum-substitutionspraxis.de (rechts oben).
 
Die nächste Ausgabe von Z51.83G FORUM SUBSTITUTIONSPRAXIS erscheint am 9.Mai 2018.
Viel Spaß beim Lesen und empfehlen Sie uns weiter!

Hans-Günter Meyer-Thompson
- Redakteur -
 
Impressum: http://www.forum-substitutionspraxis.de/newlinks/1025-impressumneu
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