Z51.83G – Forum Substitutionspraxis Ausgabe 20

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Z51.83G – Forum Substitutionspraxis

Monatsrundbrief             Ausgabe 20, 10. Oktober 2018

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bei den tödlichen Drogenüberdosierungen weist Bayern seit einigen Jahren hohe Zahlen auf. Daraus erklärt sich u.a. die vorantreibende Rolle des Freistaats bei der Reform des Substitutionsrechts. Zur Einrichtung von Konsumräumen kann sich die Staatsregierung allerdings nicht durchringen. Alternativ legt das bayerische Gesundheitsministerium nun ein Naloxon-Modellprojekt auf. Damit ist Bayern nach dem Saarland offiziell das zweite Bundesland, wo der Einsatz des Opioid-Gegenmittels geprüft wird.
 
Huml: Naloxon-Modellprojekt ist gestartet – Bayerns Gesundheitsministerin fördert neues Hilfsangebot für Drogenabhängige mit knapp 330.000 Euro
Bayern baut die Suchthilfeangebote und die medizinische Versorgung für Drogenabhängige weiter aus. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Mittwoch: "Das bayerische Naloxon-Modellprojekt ist Anfang Oktober gestartet. Speziell geschulte Laien können nun höchstgefährdeten Menschen im Heroin-Notfall mit Naloxon entscheidend helfen. Denn Naloxon kann die atemlähmende Wirkung von Heroin innerhalb kürzester Zeit aufheben."
Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Modellprojekt "BayTHN – Take-Home-Naloxon in Bayern" in den kommenden drei Jahren mit 330.000 Euro. Dabei wird ein Schulungsprogramm für medizinische Laien zum Einsatz von nasalem Take-Home-Naloxon in Notfallsituationen bei drogenabhängigen Menschen wissenschaftlich begleitet und evaluiert. (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, 03.10.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/naloxon/14743-huml-naloxon-modellprojekt-ist-gestartet-bayerns-gesundheitsministerin-foerdert-neues-hilfsangebot-fuer-drogenabhaengige-mit-knapp-330-000-euro
 
Die erste Zulassung in Europa für ein nasal zu applizierendes Naloxon-Spray hat die Firma mundipharma erhalten. Ein Naloxon-Informationsportal, Hinweise zur Anwendung etc. finden Sie in der Kategorie Harm Reduction -> Naloxon.
Jetzt neu: Nyxoid® – das erste Naloxon-Nasenspray in Deutschland. Notfalltherapie bei Opioid-Überdosierung
Erste Hilfe für Patienten mit Opioid-Überdosierung / Intranasal statt Injektion: keine Stichverletzungs- und Infektionsgefahr / auch im Rahmen von Naloxon-Take-Home-Projekten einsetzbar 
Limburg, 4. September 2018 (mes) – Seit 1. September 2018 ist Nyxoid®, ein Naloxon-Nasenspray, auch in Deutschland verfügbar und kann auch von geschulten medizinischen Laien appliziert werden.1 Somit können auch Angehörige und Betreuende noch vor dem Eintreffen des Notarztes schnell und wirksam auf eine Opioid-Überdosierung reagieren. Ein weiterer Vorteil der neuen Applikationsform: Nadelstichverletzungen und daraus resultierende Infektionen sind ausgeschlossen. (mundipharma, Deutschland, 04.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/naloxon/14310-jetzt-neu-nyxoid-das-erste-naloxon-nasenspray-in-deutschland-notfalltherapie-bei-opioid-ueberdosierung-erste-hilfe-fuer-patienten-mit-opioid-ueberdosierung-intranasal-statt-injektion-keine-stichverletzungs-und-infektionsgefahr-auch-im-rahmen-von-naloxon-take-home-projekten-einsetzbar-limburg-4-september-2018-mes-seit-1-september-2018-ist-nyxoid-ein-naloxon-nasenspray-auch-in-deutschland-verfuegbar
 
Kleinkarierte Überprüfungen der DAK sorgen für schlechte Laune bei den ApothekerInnen.
Kindersicherer Verschluss ist keine Kassenleistung
Berlin- BtM-Rezepte scheinen bei der DAK unter besonderer Beobachtung zu stehen. So wurden Verordnungen mit einem fehlenden „A“ retaxiert, da dies gesundheitsgefährdende Wirkungen haben könne – besonderen Augenmerk legte die Kasse auf Folgeverordnungen. Aktuell sorgen Retaxationen kindergesicherter Verschlüsse für schlechte Laune bei den betroffenen Apothekern. (apotheke-adhoc.de, 28.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/ebm-und-substitutionsbehandlung/14542-kindersicherer-verschluss-ist-keine-kassenleistung
 
CONDROBS München gilt als eine der Einrichtungen in Deutschland mit den längsten Erfahrungen bei der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen
Migration und Sucht - Erfahrungen aus der Versorgung suchtmittelkonsumierender geflüchteter Menschen
In den letzten Jahren kamen viele geflüchtete Menschen nach Deutschland, unter ihnen auch viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Dies wirft die Frage auf, ob die Suchthilfe sich auf steigende Zahlen von Hilfesuchenden vorbereiten muss und neue Angebote braucht.
Eva Egartner, Beate Zornig-Jelen, CONDROBS München, in: KONTUREN online, September 2018
https://www.forum-substitutionspraxis.de/verschiedenes/14371-migration-und-sucht-erfahrungen-aus-der-versorgung-suchtmittelkonsumierender-gefluechteter-menschen
 
Opioide und Cannabis 1:
Emerging Evidence for Cannabis' Role in Opioid Use Disorder.
Wiese B, Wilson-Poe AR.
Cannabis Cannabinoid Res. 2018 Sep 1;3(1):179-189. doi: 10.1089/can.2018.0022. 
Discussion: (...) In this article, we review emerging evidence that suggests that cannabis may play a role in ameliorating the impact of OUD (opioid use disorder, Anm.). Herein, we highlight knowledge gaps and discuss cannabis' potential to prevent opioid misuse (as an analgesic alternative), alleviate opioid withdrawal symptoms, and decrease the likelihood of relapse.
Conclusion: The compelling nature of these data and the relative safety profile of cannabis warrant further exploration of cannabis as an adjunct or alternative treatment for OUD.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/cannabis/cannabis-als-medizin/14600-emerging-evidence-for-cannabis-role-in-opioid-use-disorder
 
Opioide und Cannabis 2:
High-intensity cannabis use is associated with retention in opioid agonist treatment: a longitudinal analysis.
Socías ME, Wood E, Lake S, Nolan S, Fairbairn N, Hayashi K, Shulha HP, Liu S, Kerr T, Milloy MJ.
Addiction. 2018 Sep 20. doi: 10.1111/add.14398.
Abstract
CONCLUSIONS: Among people who use illicit drugs initiating opioid agonist treatment in Vancouver, at least daily cannabis use was associated with approximately 21% greater odds of retention in treatment compared with less than daily consumption.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/cannabis/cannabis-als-medizin/14546-high-intensity-cannabis-use-is-associated-with-retention-in-opioid-agonist-treatment-a-longitudinal-analysis
 
Aus dem Archiv von Robert Newman:
Robert Newman, M.D.: Substitutionsbehandlung: ein halbvolles, aber auch halbleeres Glas! 
Vortragsmanuskript zum Festakt zum 20-jährigen Bestehen von akzept e.V., GLS Campus Berlin, 9. Dezember 2010
https://www.forum-substitutionspraxis.de/versorgungspraxis/national/14436-robert-newman-m-d-substitutionsbehandlung-ein-halbvolles-aber-auch-halbleeres-glas
 
Fortbildung 1:
Webinar. Versorgung von Suchtpatienten im Alter
Freitag, 12. Oktober 2018 von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr. ODER anschließend online zu jeder Zeit!

Referent: Dr. med. Dipl.-Chem. Konrad F. Cimander (Hannover), Leiter des Kompetenzzentrums für Suchtmedizin und Infektiologie in Hannover sowie seit 2004 Mitglied des Stiftungsrates der Deutschen Suchtstiftung e.V.
Online-Fortbildung für Ärzte und Apotheker. Anmeldung erforderlich.
Veranstalter: IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft GmbH & Co. KG im Auftrag von HEXAL
https://www.forum-substitutionspraxis.de/13917-webinar-versorgung-von-suchtpatienten-im-alter-12-10-18-16-17-30-uhr
 
Fortbildung 2:
27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, 02. - 04. November 2018 in Berlin: „Sucht – You never walk alone"
Hotel Berlin Berlin, Lützowplatz 17, 10785 Berlin
https://www.forum-substitutionspraxis.de/kongresse/11237-27-kongress-der-deutschen-gesellschaft-fuer-suchtmedizin-02-04-november-2018-in-berlin-sucht-you-never-walk-alone
 
Fortbildung 3:
Deutsche AIDS-Hilfe: Gütesiegel PRAXIS VIELFALT - vielfältig gleich behandelt: Noch immer Alltag: Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung
(...)  Die Deutsche AIDS-Hilfe zertifiziert Arztpraxen und Versorgungseinrichtungen, die Menschen mit HIV sowie mit vielfältigen sexuellen, sprachlichen und kulturellen Hintergründen willkommen heißen, ihren Bedürfnissen gerecht werden und eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung sicherstellen.
Das nutzt nicht nur den Patient_innen, deren Versorgung sich verbessert und die eine zusätzliche Orientierung bei Arzt- oder Praxiswahl erhalten. Auch Ihre Einrichtung profitiert, indem Sie nach außen für Vielfalt stehen und zeigen, dass Ihnen vertrauensvolle Kommunikation wichtig ist. Sie erhöhen Ihre Behandlungsqualität, wissen mehr über das Leben Ihrer Patient_innen und können auf deren Bedürfnisse besser eingehen. Wissen und Empathie bilden die Basis eines vertrauensvollen guten Arzt-Patienten-Verhältnisses, die Grundlage einer guten Gesundheitsversorgung für alle Mitwirkenden. (DAH – Deutsche AIDS-Hilfe, 2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/stigma-menschenrechte/national/14532-guetesiegel-praxis-vielfalt-vielfaeltig-gleich-behandelt-noch-immer-alltag-diskriminierung-in-der-gesundheitsversorgung
 
Begleitkrankheiten/Hepatitis C 1:
Direct-acting antiviral treatment for hepatitis C among people who use or inject drugs: a systematic review and meta-analysis
Hajarizadeh, Behzad et al.
The Lancet Gastroenterology & Hepatology , Volume 0 , Issue 0 , Published: September 20, 2018, doi.org/10.1016/S2468-1253(18)30304-2
Interpretation: Response to DAA therapy was favourable among people with recent drug use (including those who inject) and those receiving opioid substitution therapy, supporting broadening access in these populations.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/hepatitiden/14486-direct-acting-antiviral-treatment-for-hepatitis-c-among-people-who-use-or-inject-drugs-a-systematic-review-and-meta-analysis
 
Begleitkrankheiten/Hepatitis C 2:
Eine dankbare Aufgabe für die Hausärztin und den Hausarzt: Hepatitis C – Eine Erfolgsgeschichte 
Philip Bruggmann 
Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2018;18(16): Veröffentlichung: 29.08.2018, doi.org/10.4414/phc-d.2018.01805
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/hepatitiden/14755-eine-dankbare-aufgabe-fuer-die-hausaerztin-und-den-hausarzt-hepatitis-c-eine-erfolgsgeschichte
 
Begleitkrankheiten/HIV 1:
Differences in Cognitive Function Between Women and Men With HIV.
Maki PM, Rubin LH, Springer G, Seaberg EC, Sacktor N, Miller EN, Valcour V, Young MA, Becker JT, Martin EM; Neuropsychology Working Groups of the Womenʼs Interagency HIV Study and the Multicenter AIDS Cohort Study.
J Acquir Immune Defic Syndr. 2018 Sep 1;79(1):101-107. doi: 10.1097/QAI.0000000000001764.
Conclusions: Although sex differences are generally understudied, HIV+ women vs men show cognitive disadvantages. Elucidating the mechanisms underlying these differences is critical for tailoring cognitive interventions.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/hiv/14662-differences-in-cognitive-function-between-women-and-men-with-hiv
 
Begleitkrankheiten/HIV 2:
Incidence of first and second primary cancers diagnosed among people with HIV, 1985–2013: a population-based, registry linkage study
Hessol, Nancy A et al.
The Lancet HIV , Volume 0 , Issue 0 , 
Published: September 20, 2018, doi.org/10.1016/S2352-3018(18)30179-6
Interpretation: Because of an increased risk for both first and second primary cancers, enhanced cancer prevention, screening, and treatment efforts are needed for people living with HIV both before and after initial cancer diagnosis.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/hiv/14646-incidence-of-first-and-second-primary-cancers-diagnosed-among-people-with-hiv-1985-2013-a-population-based-registry-linkage-study
 
Als Anti-Craving-Mittel bei Alkoholabhängigkeit ist Baclofen in Frankreich weit verbreitet.
Risk of hospitalisation and death related to baclofen for alcohol use disorders: Comparison with nalmefene, acamprosate, and naltrexone in a cohort study of 165 334 patients between 2009 and 2015 in France.
Chaignot C, Zureik M, Rey G, Dray-Spira R, Coste J, Weill A.
Pharmacoepidemiol Drug Saf. 2018 Sep 25. doi: 10.1002/pds.4635. 
Abstract
CONCLUSIONS: This study raises concerns about the safety of baclofen for AUD (alcohol use disorder, Anm.), particularly at high doses, with higher risks of hospitalisation and mortality than approved drugs.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/14789-risk-of-hospitalisation-and-death-related-to-baclofen-for-alcohol-use-disorders-comparison-with-nalmefene-acamprosate-and-naltrexone-in-a-cohort-study-of-165-334-patients-between-2009-and-2015-in-france
 
Warum haben Crystal-Konsumierende so schlechte Zähne?
Mechanisms underlying methamphetamine-related dental disease.
Clague J, Belin TR, Shetty V.
J Am Dent Assoc. 2017 Jun;148(6):377-386. doi: 10.1016/j.adaj.2017.02.054.
Practical Implications: Having a better understanding of the causal mechanisms of “meth mouth” sets the stage for clinicians to provide more personalized interventions and management of dental disease in people who use meth.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/14790-mechanisms-underlying-methamphetamine-related-dental-disease
 
Iranische Urologen haben Heroin als eine Ursache für idiopathische männliche Infertilität ausgemacht.
The Effect of Heroin Addiction on Human Sperm Parameters, Histone-To-Protamine Transition, and Serum Sexual Hormone Levels.
Nazmara Z, Najafi M, Rezaei-Mojaz S, Movahedin M, Zandiyeh Z, Shirinbayan P, Roshanpajouh M, Asgari HR, Hosseini Jafari Lavasani L, Koruji M.
Urol J. 2018 Sep 11. doi: 10.22037/uj.v0i0.4321.
Conclusions: We concluded that heroin consumption affect sperm maturities such as histone-to-protamine ratio and impair semen profile in general and particularly sperm morphology and motility. Heroin may be considered as one of the idiopathic male infertility reason.
https://www.forum-substitutionspraxis.de/begleitkrankheiten/begleitkrankheitenrversch/14792-the-effect-of-heroin-addiction-on-human-sperm-parameters-histone-to-protamine-transition-and-serum-sexual-hormone-levels
 
Die Anzeichen für einen Zusammenhang von Benzodiazepin-Langzeitverordnung und einer Alzheimer-Demenz verdichten sich.
Use of sedative-hypnotics and the risk of Alzheimer’s dementia: A retrospective cohort study.
Lee J, Jung SJ, Choi J-w, Shin A, Lee YJ (2018) 
PLoS ONE 13(9): e0204413. doi.org/10.1371/journal.pone.0204413
The risk of AD was increased regardless of dose of sedative-hypnotics and half-life among benzodiazepines, especially in exposure to more than 360 DDD of sedative-hypnotics (HR: 1.78; 95% CI: 1.60–1.99) and the long-acting benzodiazepine (HR:1.77; 95% CI: 1.65–1.89).
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/benzodiazepine/14777-use-of-sedative-hypnotics-and-the-risk-of-alzheimer-s-dementia-a-retrospective-cohort-study
 
Weltweit mehren sich die Hinweise auf Missbrauch von Gabapentinoiden.
Gabapentin for Off-Label Use: Evidence-Based or Cause for Concern?
Peckham AM, Evoy KE, Ochs L, Covvey JR.
Subst Abuse. 2018 Sep 23;12:1178221818801311. doi: 10.1177/1178221818801311. 
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/gabapentinoide/14815-gabapentin-for-off-label-use-evidence-based-or-cause-for-concern
 
Wie wirkt Hanf bei Schmerzen? Hat Cannabis eine direkte Wirkung oder macht es Schmerzen lediglich erträglicher?
Kann Cannabis Schmerzen wirklich lindern?
Schmerzen gehören zu den wichtigsten Anwendungsgebieten von medizinischem Cannabis und die meisten Anwender scheinen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Wie die Wirkung zustande kommt, ist jedoch nicht genau bekannt und die Experimente zur analgetischen Wirkung sind keineswegs eindeutig, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt. (aerzteblatt.de, 21.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/cannabis/cannabis-als-medizin/14378-kann-cannabis-schmerzen-wirklich-lindern
 
In mehr als 20 Städten wurde in diesem Sommer der Drogentoten gedacht.
Drogenkurier 115 erschienen: 20 Jahre Gedenktag - Veränderungen gelingen nur gemeinsam!
Ausgabe zum diesjährigen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen am 21. Juli. (Herausgeber: JES – Junkies, Ehemalige, Substituierte Bundesvorstand, August 2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/news/fachveroeffentlichungen/14492-drogenkurier-115-erschienen-20-jahre-gedenktag-veraenderungen-gelingen-nur-gemeinsam
 
Keine lästigen Papierformulare mehr!
Nebenwirkungen online melden
Hier können Sie Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln und Impfstoffen) melden. Sie können für sich oder im Namen einer anderen Person melden. Die Meldung für andere Personen ist möglich, wenn Sie diese betreuen, z.B. im Namen Ihres Kindes oder eines Angehörigen. Die Meldung geht direkt an die zuständigen Bundesoberbehörden. (BfArM / Paul-Ehrlich-Institut, September 2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/wechselwirkungen-mit-substitutionsmitteln/14853-nebenwirkungen-online-melden
 
In den USA hat sich die E-Zigarette zur Einstiegsdroge bei Heranwachsenden entwickelt. Die Werbung der Hersteller hat massiv dazu beigetragen.
USA. Trend in Amerikas Schulen : Die E-Zigaretten-Plage 
In Amerika rauchen zwei Millionen Minderjährige E-Zigaretten, obwohl es das Gesetz verbietet. Die amerikanische Arzneimittelbehörde will sich das nicht länger tatenlos ansehen. (faz.net, 27.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/newpolitik/international/14750-usa-trend-in-amerikas-schulen-die-e-zigaretten-plage
 
In Karlsruhe wird Harm Reduction groß geschrieben.
Karlsruhe. Diakonie eröffnet ersten Alkoholkonsumraum für Suchtkranke
Der landesweit erste Alkoholkonsumraum für Suchtkranke ist heute in Karlsruhe eröffnet worden. In dem „Alkohol Akzeptierenden Aufenthaltsraum“ der Diakonie – so der offizielle Name – können Betroffene selbst mitgebrachtes Bier oder Wein trinken, aber nichts Hochprozentiges wie Schnaps. Zudem können Betroffene mit Sozialarbeitern sprechen. Die Örtlichkeit ist, zusammen mit dem vom nächstem Jahr an ebenfalls in Karlsruhe geplanten ersten Drogenkonsumraum im Südwesten, Teil des Konzepts zur Entschärfung der Situation am Karlsruher Werderplatz. (aerzteblatt.de, 21.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/konsumraeme/14383-karlsruhe-diakonie-eroeffnet-ersten-alkoholkonsumraum-fuer-suchtkranke
 
Ärzteschaft und Politik 1:
Why doctors should support regulated markets in illicit drugs
Drug policy affects health. Legalisation is needed not because drugs are safe but because they are risky, write members of the Global Commission on Drug Policy, Michel Kazatchkine, Pavel Bém, Helen Clark, and Ruth Dreifuss. (BMJ – British Medical Journal, 24.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/newpolitik/international/14508-why-doctors-should-support-regulated-markets-in-illicit-drugs
 
Ärzteschaft und Politik 2:
Australien. Australian Medical Association would like to see pill-testing at festivals
Dr Bartone (President of the Australian Medical Association, Anm.) called for pill testing trials after two young people died and three more were hospitalised following suspected drug overdoses at a recent Sydney music festival.
Dr Bartone said innovative approaches, under controlled circumstances, are needed to prevent future tragedies.
“We can’t continue to just use a law enforcement solution.” (AMA - Australian Medical Association, 27.09.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/schadensminderung/drug-checking/14848-australien-australian-medical-association-would-like-to-see-pill-testing-at-festivals
 
Drogen und Umwelt 1:
WHO prangert Umweltzerstörung durch Tabakanbau an
Genf – Der Tabakanbau frisst nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immense Ressourcen. Erstmals hat die Organisation die schädlichen Umweltfolgen von Tabakanbau und -verarbeitung untersucht und kommt zu dem Schluss, dass Rauchen die Umwelt zerstört und die nachhaltige Entwicklung untergräbt. (aerzteblatt.de, 02.10.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/newpolitik/international/14631-who-prangert-umweltzerstoerung-durch-tabakanbau-an
 
Drogen und Umwelt 2:
Moving back in policy banning glyphosate use in Colombia
Idrovo, Alvaro Javier et al.
The Lancet , Volume 392 , Issue 10154 , 1194 
https://www.forum-substitutionspraxis.de/war-on-drugs/14722-moving-back-in-policy-banning-glyphosate-use-in-colombia
 
Aus der Kulturgeschichte des Opiums:
UK. An ancient fix: traces of opium found in Bronze Age jug
Cyprus’s reputation as a party destination may date back to the Bronze Age. The first evidence of opium has been found in containers made on the island. (The Times, UK, 03.10.2018)
https://www.forum-substitutionspraxis.de/substanzen/opioide/14701-uk-an-ancient-fix-traces-of-opium-found-in-bronze-age-jug
 
Die nächste Ausgabe von Z51.83G FORUM SUBSTITUTIONSPRAXIS erscheint am 7.November 2018. 
Viel Spaß beim Lesen und empfehlen Sie uns weiter!

Hans-Günter Meyer-Thompson
- Redakteur -
 
Impressum: http://www.forum-substitutionspraxis.de/newlinks/1025-impressumneu
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